
Musikgeschichten beginnen nicht immer auf den großen Bühnen. Manchmal entstehen sie in einem Proberaum, bei einem Workshop oder unter Freunden – und entwickeln sich über Jahre zu einer beeindruckenden musikalischen Reise.
Eine solche Geschichte verbindet die Band LENNA aus dem Raum Bremen/Stuhr und die Sängerin, Musikerin und Songwriterin Alenna Rose.
Was 2013 als junges Musikprojekt begann, führte über Wettbewerbe, eigene Veröffentlichungen, das PopCamp des Deutschen Musikrates, zahlreiche Konzerte und Festivals schließlich zu einem eigenständigen musikalischen Weg von Alenna Rose.
TEIL 1 – LENNA
Die Anfänge als „Studio 21“
Die Geschichte von LENNA beginnt im Juli 2013 in Stuhr bei Bremen. Die Formation entstand im Rahmen eines Workshops und trat zunächst unter dem Namen „Studio 21“ auf.
Damals waren die Musikerinnen und Musiker noch sehr jung. Zur ursprünglichen Besetzung gehörten unter anderem:
Alenna Rose – Gesang und Klavier
Tammo Reckeweg – Gitarre und Gesang
Juri Reckeweg – Schlagzeug und Gesang
Florian Mitz – Bass und Gesang
Fynn Lammers – Gitarre
Schon früh zeigte sich, dass es sich nicht nur um ein kurzfristiges Jugendprojekt handeln sollte.
Die Band sammelte schnell Bühnenerfahrung und trat unter anderem beim Bremer Schulrockfestival, bei Open-Air-Veranstaltungen und weiteren Veranstaltungen in der Region auf.
Auch der Local Heroes Bandcontest spielte in der frühen Geschichte eine wichtige Rolle. LENNA beziehungsweise die damalige Formation erreichte den Landeswettbewerb für Bremen und anschließend das Bundesfinale.
Aus Studio 21 wird LENNA
2015 wurde aus Studio 21 schließlich LENNA.
Der neue Name sollte auch musikalisch einen neuen Abschnitt markieren.
Die Band entwickelte einen eigenen deutschsprachigen Power-Pop-Sound. Eingängige Gitarren, eine markante Stimme, Popmelodien und Einflüsse aus Rock und Neuer Deutscher Welle gehörten zu den charakteristischen Elementen.
Die Berliner Festspiele beschrieben LENNA damals als eine junge Generation deutscher Musiker und verwiesen auf die Verbindung von eingängigen Melodien, tiefgründigen Texten und eigenem Songwriting.
Alenna Rose und Tammo Reckeweg waren dabei maßgeblich am Schreiben der deutschsprachigen Texte beteiligt.
Damit war Alenna schon zu dieser Zeit nicht ausschließlich Sängerin, sondern auch Songwriterin.
„1000 Farben“ – die erste EP
2015 veröffentlichte LENNA die erste EP „1000 Farben“.
Die Musik zeigte bereits deutlich, wofür die Band stehen wollte: deutschsprachige Songs, die Pop und Rock verbinden und gleichzeitig Themen aufgreifen, die über reine Unterhaltung hinausgehen.
Der Titelsong „1000 Farben“ entstand unter dem Eindruck der damaligen gesellschaftlichen Debatten und stellte die Idee von Vielfalt und gegen Ausgrenzung in den Mittelpunkt.
Damit zeigte LENNA bereits früh eine Seite, die später auch in der Musik von Alenna Rose wieder auftauchen sollte: Musik als Ausdruck persönlicher und gesellschaftlicher Themen.
Der nächste Schritt: PopCamp
Ein entscheidender Meilenstein folgte 2016.
LENNA wurde für das PopCamp des Deutschen Musikrates ausgewählt.
Beim PopCamp erhielten junge Bands die Möglichkeit, intensiv mit erfahrenen Musikerinnen und Musikern sowie Fachleuten aus der Musikbranche zu arbeiten.
Deutschlandfunk begleitete LENNA damals während des PopCamps und beschrieb die Band als junge Deutschpop-Formation aus dem Bremer Raum. Sängerin der Gruppe war Alenna Rose.
Für die jungen Musiker bedeutete das einen wichtigen Schritt in Richtung professioneller Musik.
„Alles geht“
2016 erschien die zweite EP „Alles geht“.
Darauf zeigte LENNA eine weitere musikalische Entwicklung.
Zu den dokumentierten Titeln gehören unter anderem:
- „Alles geht“
- „Ein Teil von mir“
- „In diesem Moment“
- „Sonne“
- „Kleine Kreise“
Die EP verband kraftvollen Power-Pop mit ruhigeren und akustischen Momenten.
Besonders „Ein Teil von mir“ zeigte eine persönlichere und emotionalere Seite der Band.
Auch live entwickelte LENNA ihre Musik immer weiter.
LENNA auf der Bühne
Die Band spielte zahlreiche Konzerte und Festivals.
Ein besonderes Konzert fand 2016 im ausverkauften Rathaussaal in Stuhr statt. Für diesen Abend wurde das normale Bandarrangement erheblich erweitert.
Zusätzliche Musiker, Bläser, eine Cellistin und Background-Sängerinnen kamen hinzu.
Im Mittelpunkt stand die Sängerin und Frontfrau Alenna Rose.
LENNA zeigte damit, dass die Musik nicht nur im Studio funktionierte, sondern auch auf größeren Bühnen.
Eine Band mit eigener musikalischer Identität
LENNA wurde in der damaligen Berichterstattung als Power-Pop-Band bezeichnet.
Der Sound verband:
- deutschsprachigen Pop
- Rock
- Gitarrenmusik
- NDW-Einflüsse
- eingängige Refrains
- persönliche und gesellschaftliche Texte
Local Heroes beschrieb den Sound als Brücke zwischen experimentierfreudiger NDW, Rock mit Ohrwurmcharakter und Singer/Songwriter-Elementen.
Auch 2017 war LENNA weiterhin auf deutschen Bühnen unterwegs und spielte laut Berliner Festspielen unter anderem in Deutschland, Lettland und Frankreich.
Von der Band zur nächsten Lebensphase
Wie bei vielen langjährigen Bands veränderten sich mit der Zeit auch die persönlichen und musikalischen Wege der Mitglieder.
LENNA entwickelte sich weiter und trat später in veränderter Besetzung auf.
2021 wurde die Band unter anderem als Trio mit Alenna Rose, Tammo Reckeweg und Juri Reckeweg vorgestellt.
Damit begann zugleich eine Phase, in der sich die musikalischen Wege der Beteiligten zunehmend weiterentwickelten.
Für Alenna Rose sollte daraus schließlich ein neues Kapitel entstehen.
TEIL 2 – ALENNA ROSE
Von der LENNA-Frontfrau zur Solokünstlerin
Alenna Rose ist heute nicht mehr nur mit ihrer Vergangenheit als LENNA-Sängerin verbunden.
Sie hat sich ein eigenes musikalisches Profil aufgebaut.
Ihre heutige Musik bewegt sich im Bereich Indie-Rock und Pop, wobei sie ihre Songs mit persönlichen Beobachtungen, Selbstironie und gesellschaftlichen Themen verbindet.
Auf ihrer offiziellen Künstlerseite wird ihr Stil als Indie-Rock mit Haltung beschrieben.
Damit setzt sie die Geschichte, die bei LENNA begonnen hat, musikalisch fort – allerdings mit einer eigenen Identität.
„Gutes Mädchen“
Ein wichtiger Song ihrer Solokarriere ist „Gutes Mädchen“.
Der Titel beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Erwartungen und den Vorstellungen davon, wie insbesondere Frauen sein sollen.
Das Musikvideo greift genau diese Thematik auf und zeigt den Ausbruch aus solchen Erwartungen.
Die Bremer Plattform „frauenseiten“ beschreibt den Song als Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, Selbstbestimmung und dem Druck, einem bestimmten Bild entsprechen zu müssen.
Damit wird deutlich:
Alenna Rose möchte nicht einfach nur Songs veröffentlichen.
Ihre Musik soll auch etwas erzählen.
Ein eigener Sound
Während LENNA stark vom klassischen Bandformat und deutschsprachigem Power-Pop geprägt war, wirkt Alenna Roses heutiger Sound persönlicher und eigenständiger.
Indie-Rock, Pop, Gitarren, markante Melodien und gesellschaftliche Beobachtungen treffen aufeinander.
Dabei bleibt ein Element aus der LENNA-Zeit erhalten:
deutsche Texte mit einer klaren Aussage.
Nur die Perspektive hat sich verändert.
Aus der jungen Sängerin einer Band ist eine eigenständige Künstlerin geworden, die selbst entscheidet, welche Geschichten sie erzählen möchte.
Hurricane Festival und Reeperbahn Festival
2025 wurde zu einem wichtigen Jahr für Alenna Rose.
Sie spielte unter anderem beim Hurricane Festival und beim Reeperbahn Festival.
Auf ihrer offiziellen Künstlerseite werden außerdem Support-Shows für Acts wie Alex Mofa Gang, Remote Bondage und RAUM27 aufgeführt.
Damit erreichte ihre musikalische Entwicklung eine neue Ebene.
Die Musikerin, die einst in Stuhr ihre ersten Schritte machte, stand nun auf Bühnen großer Festivals und in etablierten Clubs.
2026: Neue Musik und große Bühnen
Auch 2026 setzt Alenna Rose ihren Weg konsequent fort.
Auf dem aktuellen Programm stehen zahlreiche Festival- und Konzertauftritte.
Dazu gehören unter anderem:
- Breminale
- Deichbrand Festival
- Open Ohr
- Silversun Festival
- Horn To Be Wild
- Haste Open Air
- weitere Club- und Festivalauftritte
Ihre offizielle Terminliste dokumentiert eine umfangreiche Live-Saison 2026.
Besonders symbolträchtig ist dabei das Horn To Be Wild Festival.
Denn dort stand Alenna Rose bereits früher mit LENNA auf der Bühne.
2026 kehrte sie als Solokünstlerin zurück.
Das Festival selbst stellt diesen Zusammenhang ausdrücklich heraus und erinnert an den früheren LENNA-Auftritt von 2022.
Die Verbindung zwischen LENNA und Alenna Rose
Obwohl LENNA und Alenna Rose heute zwei unterschiedliche Kapitel sind, lässt sich eine klare musikalische Verbindung erkennen.
LENNA
Die Band
- gemeinsames Songwriting
- deutschsprachiger Power-Pop
- Rock und NDW-Einflüsse
- erste große Bühnenerfahrungen
- Wettbewerbe und PopCamp
- EPs und Festivalauftritte
Alenna Rose
Die Solokünstlerin
- Indie-Rock und Pop
- persönliche und gesellschaftliche Themen
- eigenständige musikalische Identität
- große Festivals
- eigene Veröffentlichungen
- neue Live- und Medienprojekte
Die LENNA-Zeit war dabei nicht das Ende, sondern ein wichtiger Teil der musikalischen Entwicklung von Alenna Rose.
Von Stuhr in die große Musikwelt
Wenn man die Geschichte von Alenna Rose betrachtet, lässt sich eine bemerkenswerte Entwicklung erkennen:
2013: Studio 21 entsteht in Stuhr.
2015: Aus Studio 21 wird LENNA.
2015: Veröffentlichung der EP „1000 Farben“.
2015/2016: Bundeswettbewerb „Treffen junge Musik-Szene“.
2016: PopCamp des Deutschen Musikrates.
2016: Veröffentlichung von „Alles geht“.
2017: Weitere nationale und internationale Auftritte.
2019: Verbindung zu Werder Bremen und der Compilation „LAUTER“.
2021: LENNA tritt als Trio auf.
ab 2024: Alenna Rose etabliert ihr eigenes Soloprojekt.
2025: Hurricane Festival und Reeperbahn Festival.
2026: zahlreiche Festivals und Konzerte mit dem Soloprojekt.
Damit führt ein direkter Weg von einem Jugendprojekt in Stuhr zu einer eigenständigen Künstlerin mit überregionaler Festivalpräsenz.
ALENNA ROSE HEUTE
Alenna Rose steht inzwischen für eine neue Generation Bremer Musikerinnen und Musiker.
Ihre Musik ist direkt, selbstironisch und energiegeladen.
Sie verbindet Unterhaltung mit persönlichen und gesellschaftlichen Themen und bleibt dabei fest in der Live-Musik verwurzelt.
Auf ihrer offiziellen Website beschreibt sie ihre Musik selbstbewusst als Indie-Rock „mit Haltung“.
Und vielleicht ist genau das die interessanteste Verbindung zwischen LENNA und Alenna Rose:
Die Musik hat sich verändert – die Lust, etwas zu erzählen, ist geblieben.
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